Ostersonntag ist für meine Kinder langweilig geworden. Mein Sohn ist jetzt 17 Jahre alt, und meine Tochter, 13, und sie wussten schon seit langem, dass es eigentlich keinen Osterhase gibt, der ihnen Geschenke jeder Ostersonntag bringt. Trotzdem bereiten meine Frau jedes Jahr kleine Überraschungen für beide Kindern vor. Glücklicherweise sind die Geschenke nicht mehr überall auf dem Garten versteckt, in dem die ganze Nachbarschaft beobachten können, wie die Kinder die Blumentöpfe, Steine, und Bänke umkippen, um ihre gefärbte Eier, Süßigkeiten, und kleine Geschenken zu suchen. Nein, dieses Mal hat meine Frau Osterhases Geschenke in zwei Körbchen unserem Keller diskret versteckt. "Keine Fotos bitte, Papa", protestierte mein Sohn als ich versucht habe, ihre Suchtaktion zu dokumentieren.
Ich sehe schon, dass unser Ostersonntags Tradition bald zu Ende geht. Aber ich hoffe, dass meine Kinder diese Erfahrung weiter mit ihren Kindern in der Zukunft fortsetzen wollen. Es gab keine Osterhasen als ich Kind war und ich bin dankbar, dass ich sie mit meiner Kinder hier in Deutschland erlebt habe. Ich habe nicht nur ihre Freude bei der Suche ihrer Ostereier genossen, aber auch ihre Geschenke.
Dieses Mal haben meine Frau und ich von den kleinen Osterhasen ein kleines Gedicht bekommen:
Morgenklang
des Morgens früh werd ich geweckt
von eines Vogels Singsang.
Und seh das Gras, von Tau bedeckt,
bewegt vom Frischem Windklang.
Mit solcher Geschenke, ich hoffe, dass nächstes Jahr der Osterhase bei uns wieder vorbeikommt.